Jeder Tag ist IDAHOBIT – Andreas Witolla (LSVD SH)

Als Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes in Schleswig-Holstein (LSVD SH) ist es mir ein persönliches Anliegen, im ganzen Bundesland präsent zu sein. Sichtbarkeit auch außerhalb der größeren Städte ist ein wichtiger Baustein zu Respekt und Anerkennung aller Menschen, unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung. 

Vernetzung und Austausch mit anderen queeren Vereinen, Initiativen und Gruppen sind mir ebenfalls besonders wichtig, da sich zusammen einfach mehr erreichen lässt. Daher bin ich viel und gerne ehrenamtlich in Schleswig-Holstein unterwegs, z.B. zu den Vernetzungstreffen im Rahmen des Aktionsplans Echte Vielfalt.

Als politischer Arm der queeren Community in Schleswig-Holstein sind wir im regelmäßigen Austausch mit Politik und Verwaltung vor Ort, um für Akzeptanz, Selbstbestimmung und Respekt gegenüber lesbischen, schwulen, bi, trans* und inter* geschlechtlichen Menschen zu werben. Ein wichtiger Baustein ist dabei das landesweite Bündnis für Akzeptanz und Respekt, dem sich bisher über 40 Bündnispartner*innen angeschlossen haben und sich mit Unterzeichnung der Lübecker Erklärung aktiv der Bekämpfung von Diskriminierung und Förderung der Akzeptanz von LSBTI verpflichten.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Menschenrechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

Jeder Tag ist IDAHOBIT – Anna Langsch (HAKI)

Ich bin Anna, 37, trans* weiblich, und seit Januar 2016 Koordinatorin des Vereins HAKI e.V., der queere Emanzipationsarbeit in Schleswig-Holstein leistet und in Kiel ein queeres Zentrum unterhält. Diese Position gibt mir die Möglichkeit, mich für viele queere Anliegen zu engagieren und Einblicke in die Vielfalt queerer Themen zu behalten: In der HAKI kommen Selbsthilfe, Beratung, Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit, Freizeitgestaltung, Menschenrechtsarbeit und mehr zusammen, was ein spannendes und zugleich herausforderndes Perspektivenspektrum bedeutet.

Auch durch meine eigene Biografie liegt mir der Einsatz für geschlechtliche Vielfalt und eine geschlechtsvariante Gesellschaft besonders am Herzen: 

Das Aufbrechen enger Geschlechtervorstellungen bedeutet Entwicklungs- und Entfaltungsfreiheit für alle Menschen. 

Dem menschenrechtlichen Anspruch nach selbstbestimmter Anerkennung vor dem Gesetz muss Deutschland in Bezug auf Geschlecht endlich nachkommen. Hierfür braucht es schnelle, einfache, zugängliche, auf Selbstbestimmung basierte Verfahren zur Änderung von Namen und Personenstand: Das Transsexuellengesetz (TSG) muss endlich abgeschafft werden! 

Die trans*spezifische Gesundheitsversorgung ist in Deutschland vielerorts mangelhaft: Hier brauchen wir eine bedürfnisorientierte, flächendeckende Versorgung.

Studien zeigen wieder und wieder, dass Menschen, deren Auftreten, deren Kleidung, deren Körperlichkeit nicht den jeweils gängigen Vorannahmen zu Geschlecht entsprechen, in besonderem Maße Diskriminierung erfahren. Deshalb brauchen wir Bildung, Aufklärung und wirksamen Schutz vor Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der Geschlechtsidentität. 

In den letzten Jahren hat sich manches im Bereich Geschlechtervielfalt bewegt. Der pathologisierende und bevormundende Blick auf trans*, inter* und genderqueere Menschen ist in Politik und Gesellschaft allerdings immer noch weit verbreitet und erschwert und verlangsamt den Fortschritt. Wir haben noch viel zu tun.

Jeder Tag ist IDAHOBIT -Sven Gebhardt (SCHLAU SH)

Ich engagiere mich für Queere Recht und Queere Sichtbarkeit, damit es mehr Bezugspunkte im direkten Umfeld gibt. Grade vielen jungen Queere Menschen während ihres inneren Coming-Out würde dies denke ich sehr helfen.

Beim persönlichen Beantworten von Schüler*innenfragen[1], geht es mir aber nicht nur darum junge Queers in Schulklassen zu ermutigen, zu sich zu stehen. Vielmehr geht es mir dabei auch darum, durch das Schildern meiner Geschichte die Mehrheit der Klasse, zu Sensibilisieren. Zu Sensibilisieren dafür, dass nicht nur körperliche Gewalt schmerzvoll seien kann, sondern auch psychische Gewalt mit Worten. Ich würde sogar soweit gehen, dass Worte langfristig schmerzvoller seien können als Tritte. Zudem natürlich auch dafür zu sensibilisieren, dass es egal ist, welche Sexuelle Orientierung oder Geschlechtliche Identität ein Mensch hat. Wir sind schließlich alle einfach nur Menschen. 

Je mehr dieses verinnerlichen, desto weniger, so meine Hoffnung und mein Antrieb, junge Menschen werden sich aus Angst verstecken, oder noch viel dramatischer das Leben nehmen. So ist die Suizid Rate von unter Queeren Jugendlichen noch immer etwa 4-5mal so hoch. Selbst nur den ernsthaften und zumeist quälenden Gedanken daran wünsche ich niemandem. Und mein Traum wäre, dass sie auch niemand mehr haben muss. Es fühlt sich einfach nicht gut an, jeglichen halt im Leben zu verlieren und keine Menschen mehr um sich herum zu haben die einem den Rücken stärken. Ich kann heute sagen, dass ich solche Menschen irgendwann wieder kennenlernen durfte, sonst könnte ich dieses hier vermutlich auch nicht schreiben. 

Viele sagen zwar derzeit, dass 2017 mit der „Ehe für alle“ doch jetzt alles gleich sei, ich sehe da aber auch auf der rechtlichen Ebene noch einiges zu tun, z.B. Abstammungsrecht, das extrem diskriminierende Transsexuellen Gesetz, aber auch vermeintlich kleine Dinge wie das faktische Blutspendeverbot für Männer die Sex mit Männern haben. Grade in diesen Tag wird zum Blutspenden aufgerufen, weil Blut knapp wird, aber vollkommen gesunde Menschen werden von der Spende ausgeschlossen, werden aufgrund ihrer Sexuellen Orientierung ausgeschlossen, unabhängig davon wie das individuelle sexuelle Risikoverhalten ist.   

Aber auch gesellschaftlich wünsche ich mir noch Veränderung, denn Queerfeindlichkeit verschwindet in der Gesellschaft nicht einfach mit dem Ändern von ein paar Gesetzen.  

„Wenn ich nur eine Person vor dem Bewahren kann, was ich durchlebt habe, bzw. den Gedanken im Tal, dann investiere gerne meine Zeit, dann lohnt es sich für mich, mit SCHLAU, in ganz Schleswig-Holstein an Schulen und Bildungseinrichtungen unterwegs zu sein und auf Fragen sehr persönlich mit meiner Geschichte zu Antworten.“

SCHLAU bietet mit verschiedenen lokalen ehrenamtlichen Teams, Bildungs-, Aufklärungs- und Antidiskriminierungsworkshops zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt für Schulen, Sportvereine, Jugendzentren und andere Jugendeinrichtungen an. Im Zentrum von SCHLAU stehen Begegnungen und Gespräche zwischen Jugendlichen und den lesbischen, schwulen, bisexuellen, pansexuellen, trans*, inter* und queeren Teamer*innen. In autobiografischen Gesprächen geben sie einen Einblick in ihre persönliche Biografie, beantworten Fragen der Teilnehmenden und thematisieren Vorurteile und Rollenbilder. (vgl. schlau-sh.de)


[1] Im Rahmen von SCHLAU-Workshops

Am Sonntag ist IDAHOBIT

Am Sonntag ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter und Transphobie, kurz IDAHOBIT. Der Tag hat in den letzten Jahren nicht an Bedeutung verloren, eher im Gegenteil. Ob es immer noch bestehende Diskriminierungen im Gesetz, wie das Blutspendeverbot für homo- oder bisexuelle Männer ist oder die zunehmenden Angriffe auf Menschen aus der queeren Community. 

Daher möchten wir euch in den kommenden Tagen unter dem Motto „Jeder Tag ist IDAHOBIT“ einige queere Persönlichkeiten aus Schleswig-Holstein vorstellen, die in den LGBTQI*-Verbänden und -Vereinen aktiv sind.

Keine Kampfdrohnen in SH oder anderswo

Gestern wurde eine Diskussion vom Verteidigungsministerium über die Anschaffung von Kampdrohnen, bzw. die Bewaffnung der bereits vorhandenen Drohnen gestartet. Am Ende dieser Diskussion soll eine Entscheidung über die Anschaffung dieser Drohnen herbeigeführt werden. Wenn es nach Ministerin Kramp-Karrenbauer geht, sollte die Bundeswehr kampffähige Drohnen bekommen.

Wir sind gegen die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr und deren eventuelle Stationierung an den Standorten Jagel, Hohn oder wo anders in Schleswig-Holstein. Unbewaffnete Drohnen können sehr hilfreiche Informationen durch Aufklärungsmissionen liefern. Schüsse oder Bombardements und somit der Tot per Mausklick ist für uns keine ethisch vertretbare Option.

Earth Overshoot Day

Wir leben über unsere Verhältnisse. Das ist allen bewusst. Wir befinden uns am Limit von dem, was die Menschheit sich selbst antun kann. Jedes Jahr erinnert uns der Earth Overshoot Day daran, wie schlecht die Menschheit mit den ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen umgeht. Gerade wir in Deutschland zählen zu den besonders starken Umweltsünder*innen. Würde die ganze Menschheit so leben, wie es im Durchschnitt ein*e deutsch*e Staatsbürger*in tut, bräuchten wir 3 Planeten. Wir haben aber nur einen. Es gibt keinen Planet B!

Deswegen müssen wir jetzt anpacken und die Dinge ändern. #movethedate Wir müssen dem Klima- und Umweltschutz höchste Priorität einräumen. Er muss in die Landesverfassung, mitsamt eines CO2-Äquivalenzbudgets, was die Klimaziele von Paris ernsthaft anstrebt. Wir brauchen Steuern für Ressourcenverschwendung und sollten umweltbewusstes Verhalten fördern. Wir sollten die #Verkehrswende endlich auch im Bereich des ÖPNV Wirklichkeit werden lassen. Dies geht im Übrigen nur durch deutliche Investitionen und eine Umstrukturierung der Bahn. Wir brauchen eine #Agrarwende. Kleinbäuerlichkeit statt Großbetrieb, Nachhaltig statt Pestizid, weniger Fleisch, mehr Bio. Wir müssen den Kohleausstieg deutlich nach vorne ziehen und wir dürfen dabei nicht in ähnlich absurde Technologien wie LNG einsteigen. Wir müssen forschen und eine Forschungsförderung aufbauen, die dies ernsthaft und stark unterstützt. 

Wir müssen aber auch über unser derzeitiges Wirtschaftssystem reden. Wir müssen abkehren von einem System, welches nur auf Wachstum ausgerichtet ist. Stattdessen sollten wir Bestehendes besser verteilen. Die Umwelt zu schützen ist zudem im Zuge globaler Gerechtigkeit unerlässlich. Umwelt- und Klimaschutz auf der einen und Sozialpolitik auf der anderen Seite lassen sich nicht auseinanderdenken.

Handeln, statt Ankündigen!

Wir haben mit Freude zur Kenntnis genommen, dass die CSU nun auch über Klimaschutz redet. Denn für uns steht fest – die Rettung des Planeten ist wichtiger als Parteipolitik. 

Daher wären wir sehr froh, wenn auch die CSU endlich anfangen würde, ihre Politik in irgendeiner Weise an das 1,5°-Ziel – und damit an das Pariser Klimaabkommen – anzupassen. Wir haben jedoch leider das Gefühl, die CSU wäre – gerade in der Mobilitätspolitik – deutlich stärker darin, Dinge groß anzukündigen, als sie durchzuführen. Schließlich ist das Verkehrsministerium schon im zehnten Jahr in CSU-Hand, und bisher ist die Bilanz recht gering, gerade in Puncto Klimaschutz. 

Also, liebe CSU, ihr müsst es nicht nur fordern, ihr könnt es auch direkt umsetzen! We are running out of time!

1€-Ticket das ganze Jahr

Mit dem „Ferienticket“ der Nah.SH haben junge Menschen bis 19 Jahren die Möglichkeit für 1€ pro Tag mit Bus & Bahn durch Schleswig-Holstein und Hamburg zu fahren. Ein attraktives Angebot, mit dem sich die Gestaltung der Ferien viel einfacher wird. Doch nach den Ferien kostet der ÖPNV wieder deutlich mehr.

Damit muss aus unserer Sicht Schluss sein. Daher unterstützen wir die Forderung der GRÜNEN in Schleswig-Holstein, nach einem 365€-Jahresticket für Schüler*innen, Auszubildende und Freiwilligendienstler*innen. Ein solches Ticket würde vielen die Möglichkeit geben, den Weg zur Schule, zur Ausbildungsstelle oder zum Freiwilligendienst emissionsloser zu gestalten und zudem finanziell eine echte Erleichterung für die Betroffenen darstellen. 

Was für Studierende seit diesem Jahr zur Wirklichkeit gehört muss auch anderen jungen Menschen zugänglich gemacht werden. Daher muss die Jamaika-Koalition jetzt in Gespräche mit den Nahverkehrsanbietern gehen.

Energiewende bei Gas und Kohlenwasserstoffen

Die Methanemissionen bei Förderung und Transport von Erdgas sind groß. Besonders hoch sind sie bei Frackinggas. In Schleswig-Holstein setzen wir uns für die folgenden Punkte ein:

  • Ein Importverbot für Frackinggas. Das ist folgerichtig, wenn wir die Förderung von Frackinggas in Schleswig-Holstein ablehnen und sich unsere Bundesspitze wegen klimapolitischer Bedenken gegen North Stream 2 ausspricht.
  • Eine vertrauenswürdige, umfassende Dokumentation und Reduktion des Methanschlupfes entlang der gesamten Kette, auch für Importe. Im Zweifelsfall ist der Lieferant zu wechseln.
  • Investitionen in neue Infrastruktur zum Transport von Erdgas sollen zusätzlich an das Kriterium gekoppelt werden, dass das Erdgas schrittweise durch klimaneutrales Synthesegas aus Erneuerbaren Energien ersetzt wird. Entsprechende Initiativen sind mit den Exportländern und darüber hinaus (Konversion Desertecs zu Gas) zu initiieren. Es ist dabei unser langfristiges Ziel, dass der Anteil klimaneutraler Kohlenwasserstoffe bis 2040 auf 100% anwächst. Wir müssen auch unsere Außenwirtschaftspolitik  auf die Energiewende ausrichten!

Damit die Erdgasproduktion auch hier durch künstlich erzeugtes, klimaneutrales Methan aus Wasserstoff und CO2 ersetzt werden kann, wollen wir jetzt die Weichen stellen und Schleswig-Holstein zum Silicon Valley der Power2Gas-Technologie machen.

Um die Wasserstoffproduktion zu fördern, fordern wir vom Bund:

  • Das Prinzip „Nutzen statt Abregeln“ sollte für alle Aspekte der Sektorkopplung geöffnet werden. Das gilt insbesondere für die Wasserstoffproduktion, auch bei darauf folgender Synthetisierung zu klimaneutralen Kohlenwasserstoffen.
  • Abgeregelter Strom sollte von allen Steuern und Abgaben befreit, aber nur noch bei Nutzung vergütet werden.
  • Speicher sollten generell höchstens einmal mit Abgaben und Steuern belastet werden, nicht beim Beziehen und Wieder-Abgeben des gespeicherten Stroms.

Zunächst ist der bestehende Bedarf an Wasserstoff, sowie die Möglichkeiten der Beimischung von Wasserstoff ins Erdgas abzudecken, um den höchsten Grad an Energieeffizienz zu erzielen. Bis diese Potenziale ausgeschöpft sind, sollten unten stehende Maßnahmen des CCU(Carbon Capture and Usage) zwar nicht großflächig gefördert, wohl aber in einigen Projekten in Schleswig-Holstein vorangetrieben werden. Denn viele Effizienzpotenziale werden nicht in der Grundlagenforschung, sondern erst in der praktischen Anwendung gehoben.

  • Nutzung der CO2-Emissionen von Zementwerken für die Herstellung künstlicher Kohlenwasserstoffe
  • Kreislaufartige Nutzung des CO2 bei Verbrennung von Erdgas/ Biogas zur Wärmeproduktion, außer bei Dunkelflaute

Mit Entrée 100 in Heide geht schon jetzt  in Schleswig-Holstein ein Projekt an den Start, bei dem die CO2-Emissionen einer Zementfabrik zur Herstellung synthetischer Kohlenwasserstoffe genutzt werden. Selbst in das Kerosinnetz Hamburgs soll von dort aus eingespeist werden. Sollte es möglich sein, flächensparsame und klimaschonende Verfahren zur Biomasseproduktion zu etablieren, kann die CCU-Nutzung aus Biomasse erhöht werden. Innovation in diesem Bereich wollen wir unterstützen.

Direct Air Capture (Absaugen von CO2 aus der Luft), hat zurzeit einen zu großen Energieaufwand. Hohe Investitionen in diesem Bereich werden bereits getätigt. Hier werden wir, vorbehaltlich neuer Informationen, zunächst abwarten.

Bei einer Energieversorgung Deutschlands mit 100% erneuerbaren Energien sind die Potentiale zur klimaneutralen Gewinnung von CO2 nach jetzigem Stand zu knapp, um den Bedarf zu decken. Deshalb wollen wir eine Diskussion darüber führen, auf welche Bereiche sich der Einsatz von Erdgas künftig konzentrieren sollte. Des Weiteren unterstützen wir den gleichlautenden Antrag auf dem Landesparteitag Bündnis 90/ die Grünen.

Quellen:

Howarth, Robert: A bridge to nowhere: methane emissions and the

greenhouse gas footprint of natural gas. http://www.eeb.cornell.edu/howarth/publications/Howarth_2014_ESE_methane_emissions.pdf → Emissionen von Erdgas in den USA; Abbildung unten zu finden auf Seite 2

https://www.tagesspiegel.de/wissen/fragwuerdiger-klimavorteil-von-erdgas-gasfoerderung-setzt-unerwartet-viel-methan-frei/8655628.html → riesige Kluft zwischen Bilanz und Messung des Methanschlupfes eines Frackinggasfeldes

Öko-Institut: Prüfung der klimapolitischen Konsistenz und der Kosten von Methanisie-

rungsstrategien. https://www.oeko.de/oekodoc/2005/2014-021-de.pdf → Probleme des Methanisierungsverfahrens; CO2-Knappheit

Digitale Zukunft

Digitalisierung

Schleswig-Holstein ist ein Land mit nur wenigen Ressourcen. Durch den ambitionierten Ausbau erneuerbarer Energien aus Sonne, Wind und Wasser hat sich dieses Bild in Teilen verändert. Dies ist auch eine Chance für eine moderne digitale Wirtschaft in Schleswig-Holstein. In der Geschichte der industriellen Revolution galt es stets als Regel, dass die Industrie der Energie folgte. Dies kann auch jetzt geschehen und muss verantwortungsbewusst organisiert werden.

Im Breitbandausbau setzen wir auf Glasfasernetze. Kupfer hat ausgedient. Dafür ist eine zügige Umsetzung der Backbone-Strategie des Landes dringend notwendig. Auch in ländlichen Regionen muss ein zeitgemäßer Zugang zum Internet möglich sein.

Uns ist Folgendes wichtig:

  • Die Vorratsdatenspeicherung ist ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Grundrechte unschuldiger Bürger*innen. Sie gehört abgeschafft und endgültig begraben.
  • Das Prinzip der Netzneutralität muss gewahrt bleiben. Es darf keinen privilegierten Zugang zum Internet geben. Nicht für Reiche und auch nicht für Unternehmen!
  • Die Störerhaftung gehört restlos abgeschafft. Der Abmahnindustrie muss ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. Die Reform der Bundesregierung an dieser Stelle reicht nicht aus. Jede*r soll sein WLAN für die Allgemeinheit öffnen dürfen ohne dabei rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen.
  • Die Digitalisierung, insbesondere die Datenkompetenz, ist ein wichtiger Bestandteil des Alltags junger Menschen. Das muss auch in der Schule und im Lehrplan berücksichtigt werden.
  • Öffentliche Gebäude sollen Teil eines landesweiten Freifunk-Projektes werden!
  • Freifunk-Initiativen sollen als gemeinnützige Organisationen anerkannt und stärker unterstützt werden.
  • Gaming ist ein Teil von Jugendkultur. Ihre Entwicklung muss in der Kulturförderung berücksichtigt werden. Turniere und Wettbewerbe müssen Teil der Sportförderung werden.
  • WLAN gehört an jede Schule in Schleswig-Holstein!
  • Eine Stärkung der Ausstattung und Ausbildung der Polizei im Bereich Online-Ermittlungen nach rechtsstaatlichen Grundsätzen.