Am 08. März zeigen Feminist*innen jedes Jahr aufs neue: Das Patriarchat ist noch nicht beendet! Dazu braucht es den feministischen Kampftag!

Pressemitteilung teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on telegram
Share on email

Anne Bachmann, FINT*- und genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Schleswig-Holstein sagt dazu:“Gerade in der Pandemie treten strukturelle Probleme zum Vorschein, die schon viel zu lange unter den Teppich gekehrt wurden. Systemrelevante Berufe werden mehrheitlich von Frauen ausgeübt und werden fast immer schlecht bezahlt. Menschen, die in Care-Berufen arbeiten, müssen endlich angemessen entlohnt werden. Nicht nur in der Pandemie braucht es bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen in traditionell weiblichen Berufen. Wir müssen auch über unbezahlte Sorgearbeit sprechen. Auch heute üben Frauen noch einen Großteil der unbezahlten Sorgearbeit, wie Kinderbetreuung oder die Haushaltsführung, aus. Durch geschlossene Kitas und Schulen nimmt diese Arbeit zu. Frauen verdienen immer noch fast ein Viertel weniger als Männer. Zusätzlich steigen sie häufig gezwungenermaßen früher aus dem Erwerbsleben aus oder reduzieren ihre Erwerbsarbeit, beispielsweise für die Kinderbetreuung. Nicht selten befinden sich Frauen deshalb in finanziellen Notlagen. Wir brauchen deshalb Maßnahmen wie den Ausbau kostenloser Kita- und Hortplätze. Wir fordern die Aufwertung von weiblich dominierten Berufen und eine Frauenquote von 50% bei Führungskräften in allen Betrieben.”


“Was ebenfalls viel mehr Aufmerksamkeit bedarf, ist, dass besonders migrantische Arbeiterinnen bereits vor der Pandemie unter unwürdigen Arbeitsverhältnissen einen ebenso unwürdigen Lohn für ihre Arbeit erhielten. Die Geltung von Arbeitsstandards und Ansprechpersonen außerhalb privater Haushalte, in denen häufig Frauen aus Osteuropa als private Pflegekraft arbeiten, müssen selbstverständlich sein. Darüber hinaus sprechen wir uns für die Erhöhung des Mindestlohns aus. Ein weiteres zentrales Thema hinsichtlich sicherer Arbeit und Arbeitsplatz ist die weit verbreitete sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Es ist kein Zustand, dass jede*r zweite*r diese schon einmal erfahren oder beobachtet hat. Um das zu verhindern, muss die ILO-Konvention 190 eingehalten werden sowie ein starkes und weltweit verbindliches “Null-Toleranz”-Signal gegen Sexismus und Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz existieren”, ergänzt Nele Johannsen, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Schleswig-Holstein.

weitere Beiträge

Blog

Stellenausschreibung zur Organisatorischen Geschäftsführung

Die GRÜNE JUGEND Schleswig-Holstein sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n organisatorische*n Geschäftsführer*in. (männl./weibl./div.) Die Stelle umfasst insbesondere folgende Aufgaben: Leitung und Organisation der Geschäftsstelle. Unterstützung des

Pressemitteilung

Keine Verbotsdebatten beim Gendern!

Pressemitteilung Grüne Jugend Schleswig-Holstein: Keine Verbotsdebatten beim Gendern! Zum Gender-Verbot an Schleswig-Holsteins Schulen und dem Vorschlag einen Volksentscheid zur Gendersprache durchzuführen, sagt die FINT* und

Fragen zur Pressemitteilung?

Schreib uns einfach an.