Abschiebegefängnis in Glückstadt endlich schließen!

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Zum Wegfall der Sozialberatung im Abschiebegefängnis in Glückstadt äußert sich Lars Brommann, Landessprecher der GRÜNEN JUGEND Schleswig-Holstein:
 
Dass es seit Jahresbeginn keine behördenunabhängige Sozialberatung mehr im Abschiebegefängnis gibt, verschärft die ohnehin prekäre Lage der Inhaftierten. Dass die Diakonie überhaupt die Sozialberatung in einer Einrichtung übernommen hat, die sie ablehnt, nur um die Menschen dort bei ihrer Abschiebung zu begleiten und ihnen zu helfen, ist ein großer Akt der Menschlichkeit gewesen. Trotzdem ist es kaum verwunderlich, dass immer weniger Beschäftigte sich in der Lage sehen, diese herausfordernde und vor allem belastende Aufgabe zu leisten.
 
Dennoch ist eine behördenunabhängige Beratung gesetzlich festgeschrieben! Tabletten sind kein Ersatz für psychologische Beratung und genau diese ist gesetzlich festgeschrieben! Eine rechtliche Beratung, für die die Sozialberatung oft Kontakte zu Anwält*innen herstellt, ist zwingend notwendig, um der behördlichen Willkür und rechtswidrigen Abschiebungen etwas entgegenzusetzen. Selbst im Fall einer unvermeidbaren Abschiebung brauchen Inhaftierte eine Person, die ihnen dabei hilft, die ersten Tage nach der Rückkehr zu organisieren. Diese entscheidenden Aufgaben in die Hand des Vollzugspersonals zu legen grenzt an Zynismus.
 
Wir fordern, dass die Abschiebehaftanstalt Glückstadt endgültig geschlossen wird! Die menschenunwürdige Abschiebepraxis darf nicht noch weiter verschlimmert werden!

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