Pressemitteilung zur EM und dem Partypatriotismus

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Anlässlich der Fussball-EM in Polen und der Ukraine und dem exzessiven Deutschlandhype in Schleswig-Holstein erklärt Tilmann Schade, Sprecher der Grünen Jugend SH:

„Nach dem Sieg der deutschen Nationalmanschaft waren in ganz Deutschland „Sieg“ rufe zu vernehmen. Autos fuhren durch die Städte und feierten den Sieg mit einem Hupkonzert.
Es ist erschreckend zu sehen, dass durch die Fussball-EM keine differenzierte Auseinandersetzung mit Patriotismus und Nationalismus statt findet, sondern ein blinder Hype von Nationalstaaten. Dieses zeigt deutlich, dass Fussball alles andere als unpolitisch ist. Seien es die Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine oder der Partypatriotismus in den einzelnen Ländern.

Momentan werden Staaten glorifiziert, ein Stolz auf ganze Nationen forciert. Die notwendige Abgrenzung gegenüber Menschen anderer Nationalitäten, die damit einher geht, öffnet den unterschiedlichen Formen des Rassismus Tor und Tür, besonders unterschwelligen Ressentiments.
Die oft beschworene Trennung zwischen einem „guten“ Patriotismus und dem „bösen“ Nationalismus ist nicht möglich. Immer wenn ein Vaterlandsbezug geschaffen wird, bedeutet das die Ausgrenzung von Andersdenkenen und Menschen, die nicht in dieses subjektive „Wir“ passen.
Die Grüne Jugend SH setzt sich für die Überwindung von Nationalismus und Patriotismus ein. Wir wollen eine offene und tolerante Gesellschaft, die nicht an irgendwelchen zufälligen Grenzen aufhört. Für uns ist und bleibt das Ziel die komplette Überwindung von Nationalstaaten. Nur so ist eine gerechte und solidarische Welt möglich.“

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