Unsere Position zum Koalitionsvertrag

Die GRÜNE JUGEND Schleswig-Holstein hat von Anfang an für progressive Mehrheiten gekämpft; für Mehrheiten, die das Leben der Menschen aktiv verbessern; für linke Mehrheiten jenseits der CDU. Mit dem Ergebnis der Landtagswahl – 43,4% für die CDU, aber auch 18,3% für die Grünen und der Tatsache, dass jene Grünen stärkste Kraft bei jungen Menschen geworden sind – hat sich gezeigt: das Land ist bereit für unsere Ideen, aber eine Regierung ohne die CDU liegt leider nicht im Bereich des Möglichen. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass der Ansatz einer “Ohne-Not- Jamaika”-Regierung bald verworfen wurde. Und wir haben deutlich gemacht: Regieren ist und darf kein Selbstzweck sein. Es geht darum, das Leben der Menschen konkret zu verbessern. Trotzdem ist auch klar, dass eine schwarz-grüne Regierung in der Lage ist, mehr Schritte voranzugehen, als es in anderen möglichen Konstellationen der Fall wäre.

Nun steht der Koalitionsvertrag für die schwarz-grüne Regierung. Die grüne Handschrift scheint zwar durch und es sind wirklich einige gute Projekte dabei, aber vieles geht nicht über vage Prüfaufträge hinaus. Wir als GRÜNE JUGEND messen den Vertrag daran, was gesellschaftlich notwendig ist, nicht an dem, was vermeintlich möglich sein kann.

KLIMA

Im Bereich Klimaschutz sehen wir ambitionierte Politik, die trotzdem nicht ausreicht. Das Klimaziel Klimaneutralität 2040, das per Gesetz festgehalten werden soll, reicht nicht, um Schleswig-Holsteins Beitrag zum 1,5 Grad Ziel zu leisten. Dennoch wird Schleswig-Holstein so sowie durch das Festschreiben von Klimaschutz in der Landesverfassung zu einem der fortschrittlichsten Bundesländer im Hinblick auf die Abschwächung der Klimakrise. Das Energieziel von bis zu 45 Terawattstunden Erneuerbarer Energie bis 2030 ist sehr ambitioniert und auch die Ziele für Windenergie an Land sind hoch gesteckt. Allerdings hakt es wie so oft an den konkreten Maßnahmen. Die aktuellen, zu restriktiven Abstandsregelungen zur Wohnbebauung für Windkraft bleiben bestehen. Die CDU hat eine energetische Sanierungsrate blockiert und beim Sondervermögen für klimaneutrale Kommunen fehlt eine konkrete Summe an Geld. Die Photovoltaik- Pflicht ist ein klarer grüner Erfolg. Wir kritisieren den späten Beginn 2025 und den Ausschluss von Bestandsgebäuden. Weitergehend setzt die Entkoppelung von Landwirtschaft und Umwelt in den Ministerien irreführende Zeichen, wenn wir die Landwirtschaft als Teil der Umwelt anerkennen. Mit diesem Kapitel können wir selbst unsere neu gesetzten, ambitionierteren, aber immer noch nicht ausreichenden Ziele nicht einhalten. Wir befinden uns so nicht auf dem 1,5 Grad- Pfad.

MOBILITÄT

Wir können mit der Verankerung eines Azubi- und Freiwilligentickets erste Erfolge feiern. Auch der Umbau des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr wurde durchgesetzt. Wir sehen einige Verbesserungen im Bereich Schienenverkehr, der größte Erfolg: der Landesnahverkehrsplan wird fortgeschrieben mit dem Ziel, den Anteil des Schienenverkehrs an der Verkehrsleistung auf 25% zu heben. Das bedeutet eine Verdreifachung der Fahrgäst*innenzahlen! Außerdem wird die Radstrategie weiterentwickelt und mit finanziellen Mitteln versehen. Gleichzeitig ist im Bereich Mobilität ein klares Bekenntnis zum irrsinnigsten Projekt des Bundesverkehrswegeplans, der A20, im Vertrag verankert. Die Mobilitätsgarantie ist gänzlich abgeschwächt und zu einer Plattitüde geworden, wie sie jeder unterschreiben würde.

Diese Vorhaben reichen weder aus, um durch Mobilität gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, noch um den Beitrag für Klimaschutz zu leisten, der notwendig ist.

BILDUNG

Der für junge Menschen so wichtige Bereich Bildungspolitik hat auf den ersten Blick wirklich gute grüne Punkte. Eine Verstetigung der PerspektivSchulen wird angestrebt und Experimentierklauseln eingesetzt. Auch der Einsatz von außerschulischen Fachkräften findet Anklang. Die Relevanz von beruflichen Schulen soll verstärkt und die Attraktivität von Ausbildungen verbessert werden. Am Ende wird aber mit Punkten wie dem Festhalten an der Exzellenzstrategie oder dem Beibehalten der Trennung von Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und Förderzentren keine Abkehr von einem Bildungssystem stattfinden, welches nach wie vor Leistungswahn und Notendruck in den Mittelpunkt stellt. Die wirtschaftliche Verwertbarkeit von Lernenden bleibt der Fokus der kommenden Legislatur.

INNERES & SICHERHEIT

Im Bereich der Innenpolitik zeigt sich ganz eindeutig, dass die CDU eine konservative Partei ist. Zwar werden keine weiteren Eingriffe in die Bürger*innenrechte beschlossen. Aber die von uns geforderte grundlegende Reform der Polizei, mit dem Ziel, mehr ziviles Personal u.a. zur Streitschlichtung einzustellen, findet sich nicht. Der innenpolitische Stillstand ist somit für 5 Jahre festgeschrieben. Wie schon der letzte Koalitionsvertrag sieht auch dieser vor, dass im Bereich der Innen- und Sicherheitspolitik stets ein Konsens benötigt wird. Damit ist insbesondere die GRÜNE Fraktion gefragt, Bürger*innenrechte weiterhin stabil zu verteidigen.

Massiv stören wir uns an dem vorgesehenen weiteren Ausbau der Videoüberwachung in Schleswig-Holstein an “besonderen Kriminalitätsschwerpunkten und Angsträumen”; Videoüberwachung kann nicht die Lösung gesellschaftlicher Probleme sein!

Auch beim sogenannten Verfassungsschutz schreibt der Koalitionsvertrag ein “Weiter-so” fest.

Gut sind konkrete Maßnahmen zur Prävention insbesondere von Rechtsextremismus und Islamismus.

Durch den Klimawandel werden Katastrophen wie Hochwasser, Waldbrände etc. immer häufiger vorkommen daher befinden wir die Schaffung eines Amtes für Bevölkerungsschutz als sehr gut und wichtig.

WOHNEN

Der Bereich Wohnen ist tatsächlich ein Erfolg! Wir haben eine Kappungsgrenzenverordnung erreicht, ein Wohnraumschutzgesetz kommt und wir werden qualifizierte Mietspiegel einführen, sodass Mieten transparenter werden. Auch eine Landeswohnungsbaugesellschaft wird in abgeänderter Form, nämlich durch eine Landesentwicklungsgesellschaft, eingeführt. Zuletzt werden wir das Ziel, als Land 15000 Wohnungen zu bauen, versuchen zu erreichen. Allerdings konnten nicht alle der Forderungen umgesetzt werden: Die Mietpreisbremse wird nicht durchgesetzt und Stromsperren werden nicht gänzlich abgeschafft. In den Wohnheimen für Studierende sollen 650 neue Plätze geschaffen werden, was weit hinter dem Bedarf zurückliegt und auch im letzten Koalitionsvertrag unerfüllt geblieben ist. Es stärkt jedoch dem Studierendenwerk den Rücken und erkennt die Notwendigkeit neuer Wohnheimplätze an.

QUEER & GENDERGERECHTIGKEIT

Im queerpolitischen Bereich haben wir viele Erfolge zu verzeichnen. Schulen und Hochschulen sollen besser für queere Menschen sensibilisiert werden und Beratungsstellen sollen ausgebaut werden, die Gesundheitsversorgung für queere Menschen wird verbessert und Behörden sollen “geschlechtersensibel” kommunizieren. Großer Kritikpunkt ist das Festhalten der CDU an binärer Sprache – sowohl in den Schulen, wo bis auf weiteres das “Genderverbot” bestehen bleibt, als auch im gesamten Vertrag; inter*, nicht binäre und trans Personen werden zu wenig berücksichtigt. Hin zu einer wirklich diversen, toleranten Gesellschaft ist es noch ein langer Weg.

WIRTSCHAFT & FINANZEN

Der Umbau unseres profitorientierten Wirtschaftssystems hin zu einem gemeinwohl- und menschenorientierten, ökologisch tragbaren System ist unser Ziel. Ein Blick in den Koalitionsvertrag zeigt: Wichtige Ansätze zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und der Nutzung schleswig-holsteinischer Standortfaktoren sind verankert. Gerade Frauen sollen aktiv im wirtschaftlichen Umfeld gefördert und so Geschlechterungleichheiten angepasst werden und auch im Finanzteil sind einige Erfolge zu vermerken. Es wird eine Arbeitsgruppe geben, die Ausgaben auf Klimaschutzrelevanz prüft und klimaschädliche Ausgaben und Subventionen sollen reduziert werden. Trotzdem bleibt klar: Das Einzige, was zählt, ist Wachstum, Wachstum, Wachstum. Zwar wird das Ganze mit den Zuschreibungen “nachhaltig und klimaneutral” geschmückt, aber eine Abkehr von Profitlogik sowie konkrete Maßnahmen zur Umsetzung vieler Vorhaben fehlt. An der Schuldenbremse, die aktiv Investitionen in unsere Zukunft verhindert, wird weiter festgehalten.

ARBEIT

Die Verankerung von TVStud im Koalitionsvertrag ist ein riesiger Erfolg, den wir gemeinsam mit dem Bündnis erkämpft haben. So haben wir die Chance, die Arbeitsrealitäten studentisch Beschäftigter massiv zu verbessern. Gleichzeitig gibt es kein klares Bekenntnis zu einem Tariftreue- und Vergabegesetz, um gerade bei öffentlichen Arbeiten Dumping-Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen zu verhindern. Auch wenn die Einhaltung von Menschenrechten verbessert wird und Schleswig-Holstein seiner Verantwortung auch auf EU-Ebene nachkommen soll, fehlen klare Angaben, die das Ganze in die Realität überführen.

Mit der Verteilung der Ministerien geht für uns auch eine klare Aufgabe einher, insbesondere auf die Ministerien Druck zu machen, die jetzt in CDU-Hand liegen. Sehr relevante Bereiche wie Bildung, Verkehr, Landwirtschaft oder Wohnen sind bei Konservativen angesiedelt. Bereits in der letzten Legislatur haben wir gesehen, wie wenig dann umgesetzt wird. Wir müssen darauf pochen, dass Erfolge auch in die Umsetzung gelangen und nicht nur leere Versprechen bleiben.

Unser Fazit ist also: Wir haben die CDU zu Dingen gebracht, zu denen sie sonst niemals zugestimmt hätten – das ist auch unser Erfolg! Aber wir müssen diese Koalition sowie jegliches politische Handeln an dem messen, was notwendig ist. In der Bilanz können wir nicht sagen, dass die Maßnahmen des vorliegenden Vertrages ausreichen, um hinter ihm zu stehen. Eine Empfehlung zur Zustimmung können wir so nicht aussprechen: Ein echter Aufbruch sieht anders aus.  Wir sind uns der Situation bewusst, dass gerade keine linken Mehrheiten existieren und eine schwarz-grüne Koalition die beste Option unter schlechten Voraussetzungen ist. Es ist unsere Verantwortung dafür zu sorgen, dass jetzt echte Verbesserung stattfindet.

Für uns bedeutet das nun: Dran bleiben, kämpfen für die guten Projekte aus dem Koalitionsvertrag und verhindern, wo Gutes zurückgedreht werden soll! Wir bleiben laut auf den Straßen, in den Parlamenten und in der Partei.

Wichtiger Fortschritt darf nicht länger blockiert werden

„Die letzten Wochen haben wir als GRÜNE JUGEND massiv dazu beigetragen, dass die Themen Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit in den Fokus vieler Wahlentscheidungen gerückt sind. Besonders junge Menschen haben grün gewählt, weil sie dort Zukunftsperspektiven sehen. Deswegen muss eine kommende Regierung die Bedürfnisse der Menschen in Stadt und Land in den Fokus nehmen und das Leben vieler Menschen konkret verbessern. In einer Zeit mit vielen verschiedenen Krisen braucht es jetzt konsequente Lösungen.“ so Landessprecherin Smilla Mester.

Sophia Marie Pott, ebenfalls Sprecherin der Grünen Jugend, sagt konkret: „Das bedeutet für uns als GRÜNE JUGEND erstens konsequenten Klimaschutz – insbesondere die Verankerung von Klimaschutz in der Landesverfassung und die Festlegung von 3% der Landesfläche für Windkraft. Zweitens fordern wir eine Abkehr von der autozentrierten Politik und damit eine Mobilität für alle. Wir wollen eine real umgesetzte Mobilitätsgarantie, die Menschen eine halbstündliche Anbindung an den ÖPNV schafft, sowie ein Bildungsticket, mit dem junge Menschen für 1€ am Tag in ganz Schleswig-Holstein mobil sein können. Dafür werden wir massive Investitionen in Bahn und öffentlichen Verkehr benötigen, ebenso wie ein Verkehrsministerium, das diesen Wandel wirklich antreibt. Drittens ist für uns bezahlbares Wohnen unverzichtbar. Deshalb braucht es jetzt eine Leerstandssteuer sowie den Aufbau einer Landeswohnungsbaugesellschaft, um zukünftig bezahlbar und nachhaltig wohnen zu können.“

„All dies lehnt die FDP ab, obwohl es für das Leben und die Zukunft aller Menschen eine erhebliche Verbesserung darstellen würde. Die Erwartung der Wähler*innen ist es aber, dass sich ihre Lebensrealität konkret mit moderner Politik verbessert. Dafür gab es mit dem historisch besten Wahlergebnis der Grünen in Schleswig-Holstein nochmal größeren Zuspruch. Eine Partei, die bei der Landtagswahl massiv an Stimmen verloren hat, nicht für eine Regierungsbildung notwendig ist und zusätzlich diese grüne Vorhaben verhindern würde, lässt uns enorm skeptisch sein im Hinblick auf eine grundsätzliche Regierungsbeteiligung. Wichtiger Fortschritt darf nicht weiter blockiert werden.“, ergänzt Smilla Mester.

GRÜNE JUGEND Schleswig-Holstein holt erstes Landtagsdirektmandat

Mit dem Direktmandat von Jasper Balke im Wahlkreis Lübeck-Süd wird erstmals ein Grüne Jugend Kandidat direkt in einen Landtag gewählt. Neben Balke wird auch Nelly Waldeck künftig für die Grüne Jugend Schleswig-Holstein im Landtag sitzen. 

 
Dazu Sprecherin Smilla Mester: “Wir freuen uns und sind stolz, dass mit Jasper Balke erstmals ein Grüne Jugend Kandidat über ein Direktmandat in den Landtag einzieht. Das zeigt, Schleswig-Holstein ist an vielen Stellen bereit für einen Politikwechsel und bereit, der jungen Generation Verantwortung zu übergeben. Ebenso ist es aber auch unser Erfolg, dass die Grünen landesweit bei den Unter 24-Jährigen, den Erstwähler*innen sowie bei der Juniorwahl stärkste Kraft geworden sind. Junge Menschen wollen Aufbruch! Mit Nelly Waldeck und Jasper Balke haben wir dafür jetzt zwei starke Stimmen im Landtag. Nun geht es zu einen darum, in möglichen Koalitionsverhandlungen für progressive Inhalte und radikalen Klimaschutz zu streiten und zum Anderem darum, auch über die Wahl hinaus weiter Druck zu machen. Nur so kann sich das Leben der Menschen in Schleswig-Holstein wirklich verbessern! ” 

Pressemitteilung zum Wahlkampfhöhepunkt der GRÜNEN JUGEND am 30.04.

Am 30.04. erreicht die Kampagne der GRÜNEN JUGEND zur Landtagswahl ihren Höhepunkt. Gemeinsam mit der Grünen Spitzenkandidatin Aminata Touré, Denise Loop und Lasse Petersdotter stimmen sich die Mitglieder der GRÜNEN JUGEND ab 14:00 Uhr in Kiel auf die letzte Woche vor der Wahl ein und richten den Fokus auf die Ziellinie. 

„Wir als GRÜNE JUGEND SH gestalten aktiv Politik für junge Menschen. Mit unserer Kampagne kämpfen wir darum, dass wir alle spätestens 2035 in einem klimaneutralen Schleswig-Holstein leben, in einem Land, in dem man garantiert alle 30 Minuten vom Nahverkehr abgeholt wird. In einem Land, in dem Schüler*innen, Auszubildende und Studierende sich frei entfalten können und in gut ausgestatteten Schulen, Berufsschulen und Hochschulen lernen dürfen“, sagt Sophia Marie Pott, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Schleswig-Holstein.

Die GRÜNE JUGEND Schleswig-Holstein wird sich deshalb noch einmal vor der Wahl zusammenfinden, um ihre Ziele weiter auf den Straßen und im Parlament zu etablieren und ein Zeichen für einen nötigen Wandel zu setzen.

Landessprecherin Smilla Mester dazu: „Für einen echten Aufbruch braucht es aber Menschen, die ihn anstoßen. Dafür machen wir Druck. Wir stehen ein für eine Politik, die in die Zukunft zeigt, anstatt sich an der Vergangenheit festzuklammern. Dies bedeutet, noch einmal alle Kräfte zu sammeln. Gemeinsam wollen wir bis zum 8. Mai klar zu machen, wie ein Schleswig-Holstein aussehen kann, in dem wir mit progressiven Mehrheiten regieren können. Das bedeutet auch, dass wir bis zum Wahltag dafür kämpfen, dass eine schwarz-gelbe Koalition keine Option sein wird. “

Die Veranstaltung beginnt am 30.04. um 14 Uhr. Wir freuen uns über rege Teilnahme.

Kampagnenhöhepunkt zur Landtagswahl

Am 30. April ist es soweit: Der Wahlkampf ist in vollem Gange und wir als GRÜNE JUGEND kommen noch einmal zusammen, um Motivation und Kraft mitzunehmen und die letzten Wahlkampfwochen für den echten Aufbruch zu rocken!

Um 14 Uhr treffen wir uns dafür in Kiel an der Kiellinie:

  • zuerst gibt es ein bisschen politischen Input von Lasse, der aktuell für uns im Landtag sitzt, Lysander aus dem Bundesvorstand und drei unserer Kandidat*innen für den Landtag Nelly, Annabell und Finn
  • danach wollen wir ein Banner malen, das wir dann an die LGS hängen und so nochmal Aufbruchsstimmung in die Kieler Innenstadt bringen
  • beim Wahlkampfhöhepunkt darf natürlich auch der Wahlkampf nicht fehlen: deswegen geht es dann weiter mit Haustürwahlkampf und Flyern an der Kieler Förde
  • in der Abenddämmerung gibt es dann Musik von DJane Nelly mit Pizza und Getränken und Austausch über eure Wahlkampferlebnisse

Wir freuen uns riesig darauf, eure Geschichten von den Haustüren und von den Ständen zu hören und uns alle wiederzusehen!

Hier könnt ihr euch anmelden! Einen Anmeldeschluss gibt es nicht, aber wir bitten für bessere Planbarkeit darum, dass ihr euch möglichst früh anmeldet:

Anmeldung zum Kampagnenhöhepunkt am 30.04.

 

Sicherheitsabfrage

Grüne Jugend auf Wahlkampftour

Seit über einer Woche ist die GRÜNE JUGEND Schleswig-Holstein bereits auf Wahlkampftour in Schleswig-Holstein unterwegs. Vom Start in Kiel ging und geht es für die Kampagne durch den ganzen Norden: Von Flensburg bis Westerland, von Wyk auf Föhr bis ins Hamburger Umland, von Travemünde bis Rendsburg. 

“Uns ist wichtig, nicht nur die großen Städte, sondern vor allem auch den ländlichen Raum abzudecken. Wir wollen den echten Aufbruch überall hinbringen! Gerade junge Menschen, die politisch interessiert sind, haben im ländlichen Raum wenig Einbringungsmöglichkeit – junge Perspektiven sind so völlig unterrepräsentiert. Gemeinsam wollen wir das ändern! Gemeinsam wollen wir im ganzen Land für echten Klimaschutz, eine echte Mobilitätswende und echte Bildungsgerechtigkeit kämpfen. Wir tauchen auch dort auf, wo normalerweise weniger Wahlkampf stattfindet, kommen ins Gespräch und machen ein Angebot für echte Verbesserung, die wir nur gemeinsam schaffen können”, sagt Smilla Mester, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND SH. 

Auch Raum für Austausch und das Erleben von Natur darf bei der Wahlkampftour nicht fehlen: von Wattwanderung, über Parking Day und Podiumsdiskussionen bis zum Haustürwahlkampf ist alles dabei. Ein vollgepacktes Programm für zwei spannende Wahlkampfwochen! 

Sophia Marie Pott, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND ergänzt: “Das Motto der grünen Wahlkampagne Stadt.Land.Schleswig-Holstein kombinieren wir in der Wahlkampftour mit unserer eigenen Kampagne Echter Aufbruch in ein gerechtes Morgen. Wir wollen über die Wahl am 8. Mai hinausschauen und für echte gesellschaftliche Transformation kämpfen, aber es ist auch klar: Dafür braucht es ein starkes grünes Ergebnis und eine grüne Ministerpräsidentin. Deswegen ist unser Ziel bei dieser Bustour: Der echte Aufbruch in jedem Dorf!”

Noch bis morgen ist die GRÜNE JUGEND in Schleswig-Holstein auf Tour.

Grüne Jugend in Flensburg bei einer Aktion zu bezahlbarem Wohnraum
Fotograf: Nikita Mädge 


Wahlkampfpullover

Die Landtagswahl steht ins Haus und für uns als GRÜNE JUGEND geht es in den nächsten zwei Monaten darum, für eine bessere Zukunft zu kämpfen! Wir wollen zusammen mit euch unsere Ideen für ein gerechteres Morgen auf die Straßen Schleswig-Holsteins tragen und Präsenz zeigen! Darum haben wir zusammen mit euch an einem exklusiven GRÜNE JUGEND-Schleswig-Holstein Pullover gearbeitet, damit wir im ganzen Land sichtbar sein können. Natürlich ist er ökologisch hergestellt und Fair Trade!

Falls du dir den Preis nicht leisten kann, dann hab keine Scheu, Kontakt zu uns aufzusuchen. Schickt gerne eine E-Mail an unseren Schatzmeister Lars via larsbrommann@gruenejugend-sh.de und wir finden gemeinsam eine Lösung, sodass auch du einen Pulli bekommen kannst. Wir freuen uns riesig auf den Wahlkampf – und die GRÜNE JUGEND so sichtbar in Schleswig-Holstein zu machen, wie nie zuvor!

Vom 28.03. bis 31.03. um 8 Uhr hast Du die Möglichkeit, auf dieser Seite einen Pullover zu bestellen, wenn du es beim ersten Mal verpasst hast. Um zu entscheiden, welche Größe Du bestellen möchtest, findest Du hier mehr Informationen zum Pullover.

So sieht der Pullover aus:

Vorderseite: LIKE THE SEA WE RISE
Rückseite: Logo der GJSH

Die Nachbestellung ist geschlossen. Falls du Fragen zu einer bestehenden Bestellung hast, wende dich gerne an bestellung@gruenejugend-sh.de.

Kampagnenauftakt zur Landtagswahl

Wir wollen gemeinsam mir Dir echten Aufbruch im echten Norden gestalten!

Für einen echten Mobilitätsaufbruch, echte Bildungsgerechtigkeit und echten Klimaschutz wollen wir bis zur Landtagswahl am 8. Mai und darüber hinaus kämpfen. Dafür geben wir am 19. März ab 13 Uhr beim Auftakt zu unserer Kampagne zur Landtagswahl den Startschuss.

Die ersten Promis, die wir ankündigen können, sind Monika Heinold, unsere Ministerpräsidentinnen-Kandidatin, und Sarah-Lee Heinrich, die Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND.

Du kannst Dich also auf spannende Debatten freuen und wir nehmen uns viel Zeit zum konkreten Vorbereiten auf den Landtagswahlkampf – damit wir alle gut gewappnet in den Wahlkampf starten können.

Das ganze wird aller Voraussicht nach – coronakonform – in Präsenz stattfinden. Und natürlich haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und einen ganz besonderen Ort für unseren Auftakt gewählt: das Hohe Arsenal in Rendsburg (Arsenalstraße 2, 24768 Rendsburg). In entspannter Atmosphäre können wir den Tag sowohl drinnen im Tagungssaal als auch draußen in Rendsburg verbringen. Selbstverständlich ist die Location auch barrierearm.

Damit wir möglichst gut planen können, musst Du Dich bitte vorher anmelden, wenn Du teilnehmen möchtest. Die Anmeldefrist für die Teilnahme in Präsenz ist der 12. März.

Wir freuen uns auf Dich!

Die Anmeldung für die Teilnahme in Präsenz ist nun geschlossen. Falls Du Dich noch nicht angemeldet hast, aber teilnehmen möchtest, schreibe bitte eine E-Mail an buero@gruenejugend-sh.de, damit wir Dich auf eine Warteliste setzen können.

Digital können alle teilnehmen, egal ob angemeldet oder nicht, dafür wirst Du die Zugangsdaten noch per E-Mail bekommen, wenn Du Mitglied der Grünen Jugend SH bist. Wenn Du digital teilnehmen möchtest, ohne Mitglied zu sein, wende Dich bitte ebenfalls an buero@gruenejugend-sh.de.

Echter Aufbruch in ein gerechtes Morgen – Leitantrag

Zu lange wurden notwendige Veränderungen für eine gerechte Zukunft blockiert – gemeinsam mit euch wollen wir daran etwas ändern! Renovierung mit System! Der Zustand unsere Bildungssystem ist bedrückend. Während Schüler*innen nicht mal ansatzweise aufs Leben vorbereitet werden, müssen Auszubildende im Schatten gesellschaftlicher Anerkennung arbeiten und Studierende fragen sich, wie sie ohne ausreichendes BAföG mit unsicherem Nebenjob ihr Studium schultern sollen. Nicht nur die Orte an denen wir Lernen, sondern unser gesamtes Bildungssystem bedarf einer grundlegenden Renovierung: Bildung muss nicht nur kostenlos, sondern für alle zugänglich und verfügbar sein. Schulen dürfen kein Verwahrungsort junger Menschen sein und Bildung darf nicht dazu dienen, später möglichst viel Profit aus jungen Menschen zu schlagen. Das Ziel muss die Entwicklung mündiger Individuen sein. Wir wollen eine Schule für alle! Und ein Bildungssystem, das durch alle Altersstufen hinweg antworten auf die Interessen der Menschen gibt, die im Mittelpunkt dessen stehen! Für eine Mobilität, die mitnimmt! Bus und Bahn holen uns nicht ab und schlagen – falls sie denn fahren – meist ein Loch ins Portemonnaie. Den ländlichen Raum erreicht man nur richtig gut mit dem Auto – wenn man denn eines hat. Und statt einer Stadt für den Menschen ist nur eine Stadt für Autos in Sicht. Und Fahrräder? Die werden bei alldem gar nicht erst mitgedacht! Das muss sich ändern – und zwar schnell! Wir wollen die Mobilität in Schleswig-Holstein bis 2035 in die Klimaneutralität führen. Unsere Vision von Mobilität stellt den Menschen ins Zentrum des Geschehens: Wir wollen weg von einer Mobilitätspolitik, die auf das Auto ausgerichtet ist, hin zu öffentlicher Verkehrsinfrastruktur, die alle Menschen mitnimmt. Handeln bevor die Deiche brechen! Das mit dem Klimawandel ist richtig Krise. Uns steht das Wasser wortwörtlich bis zum Deich und während an anderen Orten der Welt die drastischen Folgen der Klimakrise schon Realität sind, werden auch wir in Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren massiv mit den Auswirkungen konfrontiert sein. Die Zeit zum Handeln ist jetzt! Die Grundlage der Politik Schleswig-Holsteins muss zukünftig das Rest-CO2-Äquivalent-Budget von 65 Mio. Tonnen sein. Um das zu erreichen, müssen wir hier im Land bis 2035 klimaneutral sein. Das funktioniert aber nicht einfach so! Wir müssen Forderungen für konsequenten Klimaschutz, der den 1,5-Grad Pfad einhält, soziale Gerechtigkeit, Artenschutz und die Transformation der Wirtschaft zusammendenken! Wir wollen radikale, generationen- und sozial gerechte Klimapolitik! Dafür brauchen wir einen echten Aufbruch in Schleswig-Holstein! All diese Visionen könnten Realität werden, wenn notwendige Entscheidungen für eine gerechtere Zukunft nicht weiter blockiert werden würden. Seit Jahren sorgen CDU und FDP dafür, dass Veränderung verhindert wird, und klammern sich an den Status Quo. Aber uns ist klar: Aufbruch schaffen wir nur in einer progressiven Regierung! Und ein starkes Grünes Wahlergebnis ist der Weg dahin. Es ist Zeit, die Krisen unserer Zeit endlich radikal anzugehen, statt sie durch Aussitzen und Symptombekämpfungen zu verschärfen! Wir als Verband wollen aber noch mehr: Klar ist, dass die gesellschaftlichen Mehrheiten für einen echten Aufbruch nicht vom Himmel fallen, sondern wir sie organisieren müssen! Als GRÜNE JUGEND Schleswig-Holstein fahren wir in den kommenden Monaten eine Kampagne für die Themen unserer Generation: Veränderung passiert nicht einfach so, aber wir zeigen, dass die Probleme junger Menschen politisch sind und es endlich ernsthafter Lösungen bedarf! Wir werden unsere Anliegen in jede Ecke Schleswig-Holsteins tragen und damit auch neue Leute erreichen. Wir werden mit unserer Motivation mobilisieren – Interessierte zu Mitstreiter*innen machen – und zusammen für ein gerechtes morgen kämpfen! Mit unseren Votenträger*innen haben wir die Chance, vier weitere Kämpfer*innen für echten Aufbruch auf parlamentarischer Ebene zu haben. Mit unserem Vertrauen im Rücken machen sie sich stark für eine echte 1,5 Grad konforme Mobilitätswende, eine Gesundheitspolitik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, Inklusion als Thema, das mehr als “nice to have” ist und einen ländlichen Raum, der mehr als einfach nur “Dorf” ist. Sie sind unsere Verbündeten für Gerechtigkeit im Landtag! Auch werden wir als Verband über uns hinauswachsen:Die Ortsgruppen werden die Anlaufstelle sein für all die interessierten Menschen, die sich uns anschließen wollen. Sie sind das Herzstück unseres Verbands und tragen nicht nur in den nächsten Monaten, sondern auch weit darüber hinaus dazu bei, dass die GRÜNE JUGEND Schleswig-Holstein weiter an Schlagkraft gewinnt. Alle zusammen werden wir die Highlights dieser Kampagne aufzeigen, im Wahlkampf und danach eine laute Stimme für junggrüne Inhalte sein! Vor Ort machen wir uns stark für eine echte Mobilitätswende, echten Klimaschutz, echte Bildungsgerechtigkeit! Lasst uns dem Status Quo den Kampf ansagen! Gemeinsam werden wir zeigen, dass an unseren Ideen und Forderungen kein Weg vorbeiführt, wenn es darum geht, einen echten Gerechtigkeitsaufbruch zu wagen. Lasst es uns anpacken: Auf geht`s in spannende Monate – immer den Horizont mit einem echten Aufbruch im echten Norden im Blick!